Heidenheims Schmidt stellt sich vor Vogt: Klare Worte gegen Hass im Netz
Heidenheims Trainer Frank Schmidt hat sich nach der 1:2-Niederlage beim Karlsruher SC deutlich gegen Anfeindungen im Internet positioniert. Auslöser sind Attacken auf Social-Media-Kanälen gegen Stürmer Alessandro Vogt, der in den vergangenen Wochen mehrfach Ziel von Beleidigungen gewesen sein soll.
„Mir ist zugespielt worden, dass jemand einen Spieler von uns auf eine Art und Weise attackiert hat, wo ich sage, dass man einschreiten muss“, sagte Schmidt. „Da muss man sich als Verein, als Trainer und als Mannschaft vor den Spieler stellen.“ Der 52-Jährige wurde noch deutlicher: „Sowas geht mir komplett gegen den Strich, wenn einer meint, er muss auf Social Media Spieler vernichten und sie bedrohen. Wer mich kennt weiß, da bin ich bereit für jeden Kampf für meine Spieler.“ Schon auf der Pressekonferenz vor dem KSC-Spiel hatte sich Schmidt zum Thema Hass im Netz geäußert.
Vogt erzielte in Karlsruhe in der 88. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2, als der FCH schon mit 0:2 hinten lag. Es war der erste Pflichtspieltreffer des 21 Jahre alten Schweizers für Heidenheim. Ende August war er von der TSG Hoffenheim ausgeliehen worden, nachdem er wenige Wochen zuvor aus der Schweiz in den Kraichgau gekommen war. In der vergangenen Saison hatte er für den FC St. Gallen in der Super League 15 Tore erzielt und drei weitere vorbereitet.
Heidenheim wartet seit fünf Pflichtspielen auf einen Sieg. Am Sonntag, 8. November, um 13 Uhr empfängt der als Sechster platzierte FCH Hannover 96, das auf Rang zwölf steht. Dann kann Vogt mithelfen, die Serie zu beenden.