Scholl ersetzt Franke und wird beim KSC zum Abwehrchef
Der 20-jährige Innenverteidiger Paul Scholl hat beim 2:1 des Karlsruher SC gegen den 1. FC Heidenheim bei seinem ersten Startelfeinsatz der Saison überzeugt. Für den erkrankten Marcel Franke rückte er ins Zentrum der Dreierkette und war an beiden entscheidenden Szenen beteiligt.
In der 14. Minute klärte Scholl nach einer Flanke, die Heidenheims Torhüter Hans Christian Bernat nicht fangen konnte, per Kopf auf der Linie gegen Mikkel Kaufmann. In der 78. Minute holte er mit großem Einsatz den Freistoß heraus, den Marvin Wanitzek zum 2:1 verwandelte. Die beiden Ex-Karlsruher Kaufmann und Budu Zivzivadze blieben torlos. Nach Angaben von ka-news gewann Scholl in den ersten 30 Minuten jeden Zweikampf und spielte nur ein Foul.
Die Statistik stützt den Eindruck: Scholl kam auf zehn Zweikämpfe, von denen er 80 Prozent gewann, und auf sechs Luftduelle mit einer Quote von 83 Prozent. Sein Topspeed lag bei 31,7 km/h.
Trainer Maximilian Senft lobte: „Seine Aufgabe war nicht einfach, Marcel Franke zu ersetzen. Paul hat den Ausfall unheimlich gut kompensiert.“ Er habe ein reifes Spiel gezeigt und sich „jedes Lob verdient“.
Auch Christoph Kobald, der rechts in der Kette spielte, war nicht überrascht: „Paul hat in der Vorbereitung immer zentral gespielt. Er macht es überragend, köpft alles weg, macht einen Super-Job.“ Franke hätte gegen Heidenheim sein 300. Zweitligaspiel bestritten und muss dieses Jubiläum nun verschieben.