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Analyse

St. Pauli verliert trotz 4,13 Expected Goals 1:3 gegen Nürnberg

02.11.2026 21:05

Der FC St. Pauli hat das Zweitliga-Spitzenspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Sonntag zu Hause 1:3 verloren, obwohl die Statistik klar für die Hamburger sprach. Nach Expected Goals lag St. Pauli mit 4,13 zu 0,92 vorn. Als Tabellenachter hat der Kiezclub zwölf Punkte, Nürnberg steht mit 21 Punkten auf Platz zwei.

St. Pauli hatte fast doppelt so viele Schüsse (24 zu 14), doppelt so viele Ballkontakte im gegnerischen Strafraum (42 zu 21) und doppelt so viele Ecken (vier zu zwei). Bei den Großchancen hieß es sechs zu zwei. Nach den daraus errechneten Expected Points hätte St. Pauli 16 Punkte und wäre Vierter, Nürnberg nur Elfter.

Linksverteidiger Louis Oppie, dessen Fehler vor dem 1:2 mitentscheidend war, sah dennoch Positives. „In den vergangenen Wochen hat es daran gehapert, die Chancen überhaupt herauszuspielen. Heute war schon ein Unterschied zu sehen, wir haben die Chancen uns von hinten herausgespielt“, sagte er. Kapitän David Nemeth erklärte: „Sind alle sauer und enttäuscht.“ Torwart Ben Voll sagte: „Tut brutal weh.“

Trainer Marcel Rapp machte seiner Mannschaft keinen Vorwurf. „Mehr Chancen kann man sich gegen Nürnberg gar nicht herausspielen“, sagte er und sah sein Team „auf dem richtigen Weg“. Überraschend hatte er Branimir Hrgota als Zehner aufgeboten. „Der Plan war, dass ich mich ins Mittelfeld fallen lasse, weil sie Eins-gegen-eins spielen“, sagte Hrgota.

Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) tritt St. Pauli beim 1. FC Magdeburg an. Rapp fordert, die Leistung zu wiederholen: „Dann werden wir wahrscheinlich auch gewinnen.“ In den vergangenen Jahren benötigten Aufsteiger in der Zweiten Liga durchschnittlich mindestens 60 Punkte, 24 Saisonspiele stehen für St. Pauli noch aus.

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